Ehemaligentreffen
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Jedes Jahr findet Anfang Mai unser Ehemaligentreffen statt. Der Jahrgang, der das Programm zwei Jahre zuvor abgeschlossen hat, ist mit der Organisation des Wochenendes betraut. Die Treffen, bei denen unsere Ehemaligen aus der ganzen Welt zusammenkommen, dienen dem Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern wie auch dem Knüpfen neuer Kontakte, um so den Netzwerkgedanken mit Leben zu füllen. Neben Gastvorträgen und verschiedenen Fachdiskussionen bleibt auch viel Zeit zum persönlichen Austausch und zum gemeinsamen Feiern. |
NÄCHSTE VERANSTALTUNGEN
11/05/2012 - 13/05/2012 , Heidelberg
Veranstaltungsdokumentation
16/09/2011 - 18/09/2011 , Berlin
Das Netzwerk für internationale Aufgaben nefia feierte seinen 10. Geburtstag – auch wenn es den Namen noch nicht ganz so lange gibt – und es kamen (fast) alle.
Beim Empfang im PZB gab es viele Gelegenheiten alte Freundschaften aufzufrischen und neue zu schließen.
An den verschiedenen Veranstaltungen des Jubiläumswochenendes vom 16. bis 18. September 2011 in Berlin nahmen insgesamt 160 Personen teil, darunter 122 Boschis und Mercatoris. Das heißt, mehr als ein Drittel der gut 340 Mercatoris und Boschis zog es aus aller Welt zum Feiern an die Spree.
Den Auftakt der Festivitäten machte ein ganztägiger Verhandlungsworkshop mit Mark Young und Björn Hofmann (Jg. 07/08) am Freitag. Seit 2003 ist Mark Young fester Bestandteil des Kollegjahres und hat bereits neun Jahrgänge in der Kunst der Verhandlungsführung geschult. Für die jüngeren Teilnehmer war das Seminar eine Vertiefung, und für alle Teilnehmer die Gelegenheit, reale Situationen aus dem internationalen Berufsalltag zu simulieren und entsprechende Verhandlungstechniken unter Laborbedingungen auszuprobieren. Nach einem anstrengenden und äußerst lehrreichen Tag war man sich einig, dass es schön wäre, wenn nefia solche Seminare auch zukünftig anbieten würde.
Freitagabend lud nefia ins Auswärtige Amt. Dort zeigte Jakob Preuss (Jg. 01/02) seinen Film „The Other Chelsea – A Story from Donetsk“, der 2011 unter anderem mit dem Max-Ophüls-Dokumentarfilmpreis und dem First Steps Award ausgezeichnet wurde. Der Film begleitet den ukrainischen Sportverein "Schachtjor Donetsk" aus der Kohlestadt Donetsk bis zum Gewinn des UEFA-Pokals und erzählt vom mühsamen Dasein der Bergleute ebenso wie vom glitzernden Leben der in Politik und Business Erfolgreichen.
Im anschließenden Filmgespräch erfuhren wir von den besonderen Drehbedingungen zwischen einfachen Schachtarbeitern und aufstrebenden ukrainischen Jungpolitikern, und welche Perspektiven der ukrainischen Innenpolitik sich am Beispiel eines (vormals) kleinen Fußballvereins ablesen lassen. Danach ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Bier im Augustiner am Gendarmenmarkt ausklingen.
Offiziell wurde es Samstagmittag mit einem Empfang im neuen Mercator Haus, dem ProjektZentrum Berlin, am Hackeschen Markt, in dem auch nefia sein neues Büro eröffnet hat. Das Grußwort sprach der neue Rektor des Kollegs, Botschafter a.D. Dr. Klaus Scharioth. Andre Wilkens, der Leiter des ProjektZentrums, begrüßte die Nefiaten ebenfalls. Im Publikum tummelten sich nicht nur über hundert Nefiaten, sondern auch alle (!) ehemaligen Rektoren des Kollegs sowie manch weiteres vertrautes Gesicht aus den das Kolleg tragenden Stiftungen.
Ein breit gefächertes Nachmittagsprogramm mit Führungen in den Studios der Deutschen Welle, in einer Netzleitwarte, im Tempelhofer Flughafen und dem Tempelhofer Feld, im Deutschen Bundestag und in der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße bot anschließend Gelegenheit, interessante Orte in der deutschen Hauptstadt und gleichzeitig natürlich auch neue Nefiaten kennen zu lernen.
Die Frage „Western Aid or Development made in China – What is Africa’s Future?“ stand über der Abendveranstaltung in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen. Nach einer Begrüßung durch Benjamin Hanna (Jg. 07/08), 1. Vorsitzender von nefia, hielt die Staatssekretärin des Auswärtigen Amtes, Dr. Emily Haber, die Festrede. Sie unterstrich die Bedeutung der internationalen Personalpolitik für die deutsche Außenpolitik und und sicherte nefia sowie dem Mercator Kolleg für die Zukunft die anhaltende Unterstützung ihres Hauses zu. Die Keynote des kenianischen Ökonoms und Kritikers der Entwicklungshilfe James Shikwati, der sich für eine freiheitliche Wirtschaftsordnung in Afrika einsetzt und ausländische Entwicklungshilfe ablehnt, leitete thesenreich in die Podiumsdiskussion über: Unter der Moderation von Cornelius Adebahr (Jg. 02/03) diskutierte Shikwati seine Ansichten mit Alexa Tiemann (Jg. 08/09), Matthias Heger (Jg. 09/10) und Lauren Johnston, Doktorandin an der University of Peking. Zahlreiche Publikumsfragen unterstrichen die hohe Brisanz des Themas und Qualität der Diskussion.
Danach feierten die Nefiaten – in guter Tradition – im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
Mit einem gemütlichen Brunch im Café am Neuen See im Berliner Tiergarten klang schließlich am Sonntagvormittag die Jubiläumsfeier aus.

