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Stimmen aus dem Netzwerk

Sophie Etzold
(Jg. 2009/10, Associate Community Services Officer, UNHCR, Syrien)
"Das Mercator-Kolleg hat mir den Weg geebnet für den Einstieg in meinen Berufswunsch beim UNHCR. Durch die Unabhängigkeit dieses Stipendiums hatte ich die Möglichkeit, flexibel zu entscheiden, an was ich arbeite und zu bestimmten Angeboten auch einmal nein zu sagen und somit meinen eigenen Weg zu gehen."

Studienreisen

Home | Aktivitäten | Studienreisen

 

 

 

Viele unserer Ehemaligen leben im Ausland: Europa, Amerika, Asien, Afrika – kaum eine Weltgegend, die nicht vertreten ist. Unsere Ehemaligen im nahen oder fernen Ausland organisieren regelmäßig Studienreisen, um anderen Ehemaligen "ihre" Stadt oder "ihr" Land zu zeigen und ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke zu vermitteln. Die Studienreise kann ein Wochenende oder eine ganze Woche dauern, das hängt vor allem davon ab, wohin die Reise geht.

Du bist Alumni oder aktueller Stipendiat und hast Lust, eine Studienreise zu organisieren, dann freuen wir uns über Deine Nachricht unter info@nefia.org. Wir unterstützen Dich bei der Organisation. Egal ob nah oder fern, ob kurz oder lang – jedes Ziel ist eine Reise wert!

 

Veranstaltungsdokumentation

Deutsch-deutsche Grenzfahrt 2009
17/07/2009 - 21/07/2009

Passend zum Geschichtsjahr führte die Studienfahrt 2009 des Netzwerks ausnahmsweise nicht in die Ferne, sondern in die Vergangenheit. Vier Tage lang brachten Christine Wenzel (Jhg. 2004/2005) und ihre Mutter Hanne einer Gruppe ehemaliger KollegiatInnen nebst Anhang das Thüringen insbesondere der Vorwende- und Wendezeit näher.

Die ersten beiden Tage verbrachten wir im Eichsfeld, quasi ständig in Sichtweite der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Deren seinerzeitige Undurchdringlichkeit und Unmenschlichkeit (Minenfelder) wurden uns bei einem Besuch im Grenzlandmuseum Teistungen und während einer Wanderung durch die Überbleibsel der Grenzanlagen unter Führung eines ehemals dort eingesetzten Bundesgrenzschützers eindrucksvoll in Erinnerung gerufen. Spannende Gespräche mit verschiedenen Zeitzeugen, allen voran Tines Mutter, verdeutlichten insbesondere uns Wessis in der Gruppe, dass in der DDR trotz allem auch im „Sperrgebiet“ im Schatten der Grenzanlagen ein normales Alltagsleben stattfand, das im Eichsfeld zudem stark von katholischen Traditionen geprägt wurde. Eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet „Grünes Band“, das entlang der ehemaligen Grenze ausgewiesen worden ist, versöhnte uns schließlich endgültig wieder mit der – übrigens wunderschönen – Landschaft.

Ein weiterer Tag war der thüringischen Hauptstadt Erfurt gewidmet. Nach einem Blick aus dem Fenster, aus dem 1970 Willy Brandt den Erfurtern zugewinkt hatte, besichtigten wir das Archiv der Birthler-Behörde (Außenstelle Erfurt) und das Stasi-Untersuchungsgefängnis in der Andreasstraße. In einem Gespräch mit der Erfurter Bürgermeisterin Tierbach (Die Linke) wurde anschließend der Bogen zur aktuellen Politik geschlagen.

Nicht verschwiegen werden sollen schließlich die touristischen Höhepunkte der Reise: die Fachwerkstadt Duderstadt, die Besichtigung der Wartburg und die Stadtführungen in Erfurt und Weimar nebst Besichtigung der restaurierten Anna-Amalia-Bibliothek – wobei uns das deutsch-deutsche Thema auch hier immer begleitete. Ein Dankeschön an alle Mitreisenden aus Ost und West für die interessanten Gespräche, und vor allem an die großartige Organisatorin! Nur - Tine, wir warten immer noch auf die Darbietung des Eichsfeldlieds!
 
von Caroline Maß

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